Das Oktoberfest in München

Es ist das größte und wohl auch älteste Volksfest der Deutschen. Alljährlich im September (warum wohl Oktoberfest genannt?) bereitet sich ganz München auf dieses Event vor. Auf diesem Fest werden von Einheimischen und sehr sehr vielen Touristen die Bräuche der deutschen gehuldigt. Als da sind Bier trinken, grölen und schunkeln. Man mag sich fragen, was an diesem Tun denn ein Fest sein soll. Schließlich geht es gestandenen Besuchen des Oktoberfestes meistens darum, viele Maß einzunehmen. Aber des deutschen Bierseligkeit ist nun mal höchstes Gut, auch als Fest. Neben dem Genuss des Gerstenbräus spielt aber stets auch die Musi in den Zelten eine wesentliche Rolle. Zur Musik geschunkelt, die Maß auf dem Tisch und das Brathendl in der Hand, dass es so richtig bayerische Lebensart.
Das Oktoberfest in München ist auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor
Alljährlich im September verwandelt sich die Theresienwiese in München in einen Hexenkessel. Und das seit über 200 Jahren. Die Wiesn (Mundart für Theresienwiese) wurde zum ersten Mal 1810 bei der Hochzeit des Kronprinzen Ludwig begangen. Seit 1850 wird die Theresienwiese von der 20 m hohen Statue der Bavaria gekrönt. Die derzeit jährlich über 6 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland, die sich in der letzten Septemberwoche auf der Wiesn treffen, genießen den Mix aus bayerischer Gemütlichkeit und Rummel. Seit 2005 gibt es auf der Wiesn Regelungen, die ein Abgeleiteten des Volksfestes in ein bloßes Besäufnis verhindern sollen. So darf bis 18:00 Uhr nur traditionelle Blasmusik gespielt werden, die Lautstärke ist begrenzt. Dadurch bleibt dieses Fest auch für Familien mit Kindern interessant. Auf der 42 ha großen Festwiese werden pro Jahr etwa 60.000 hl Bier der unterschiedlichsten Marken konsumiert. Dazu gesellen sich 500.000 Brathendl. Auf diese Weise erzielen die Wiesenwirte, Hendlbrater und Fahrgeschäfte einen jährlichen Umsatz von 450 Millionen €. Und das in nur zwei Wochen!




