Die Bergkirchweih Erlangen ein großes Volksfest

Die Bergkirchweih in Erlangen beginnt jährlich am Donnerstag vor Pfingsten. Um 17 Uhr erfolgt der Anstich durch den Oberbürgermeister – dies geschieht jedes Jahr auf der Tribüne vor einem anderen Bierkeller; hier ist auch „Bierprobe“. Am Montag, 12 Tage nach dem Beginn, endet die Bergkirchweih – mit traditionellem Fassbegräbnis. Dies findet jährlich statt am Erichkeller, welcher sich am Erlanger Berg befindet. Im Jahre 2011 nun wird entsprechend die 241. Erlanger Bergkirchweih (gezählt ab dem Jahre 1755) vom 9. Juni bis 20. Juni durchgeführt.

Der Ort der Kirchweih ist am Hang des Burgbergs gelegen – ungefähr ein Kilometer erstreckt sich das Festgelände nördlich am Rand der Erlanger Innenstadt. 11.000 Sitzplätze bleiben für genau diesen Zweck das gesamte Jahr fest installiert – diese befinden sich unter alten Eichen, Kastanien und Linden und ergeben hier während der Festtage einen der größten Biergärten Europas. Die eigentliche „Kirch“weih gilt der Altstädter Dreifaltigkeitskirche am Martin-Luther-Platz in Erlangen, welche in der heutigen Form im Jahre 1721 nach 12-jähriger Bauzeit so fertiggestellt wurde. Ursprünglich ist eine Kirche an dieser Stelle bereits ab 1383 bezeugt, die jedoch im 30-jährigen Krieg (1618-1648) zerstört wurde.

Das entsprechende Volksfest gilt nun in Erlangen als eine Art „fünfte Jahreszeit“. Viele ehemalige Bürger der Stadt planen es fest in ihren Terminverlauf ein, genau während dieser Zeit nach Erlangen zu kommen. Dies ergibt zum Fest durchschnittliche Besuchermengen in Höhe von einer Million; Erlangen selbst hat nur rund 105.000 Einwohner. Das Kirchweihfest in Erlangen gilt somit als drittgrößtes Volksfest Bayerns (an erster Stelle ist hier das Oktoberfest in München zu nennen, an zweiter Stelle das Gäubodenfest in Straubing).

Bildquellenangabe: Andrea Kusajda / pixelio.de

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