Kirchen der Stadt

Die Stadt Erlangen besitzt mehr als ein Dutzend Kirchen. Die wohl bekannteste Kirche ist die evangelisch-reformierte Hugenottenkirche, welche sich unweit des Bahnhofs in der Innenstadt befindet. Wenige Wochen, nachdem die ersten hugenottischen Glaubensflüchtlinge in Erlangen eingetroffen waren, erfolgte am 14. Juli 1686 die Grundsteinlegung für den Bau der Kirche. Zur gleichen Zeit wurde auch mit dem Aufbau der Neustadt von Erlangen begonnen. Die Hugenottenkirche selbst besitzt einen schlichten und schmucklosen Innenraum. Weil sich die Reformierten strikt an das im Alten Testament verankerte Bilderverbot hielten, fehlen Bilder und Kruzifix in der Kirche. Stattdessen bildet die Kanzel, welche die Form eines Abendmahlkelches besitzt, den Mittelpunkt des Innenraumes.

Die Kirche Herz Jesu ist die seit der Reformation erste katholische Kirche in Erlangen. Die in der Innenstadt gelegene Kirche, dessen Bau Markgraf Alexander nach langen Bitten der zugezogenen Katholiken genehmigte, wurde 1790 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und in den folgenden Jahrhunderten erweitert. Die Altarinsel entstand im Zuge umfangreicher Renovierungsarbeiten in den sechziger Jahren nach Erkenntnissen des II. Vatikanischen Konzils. Sie ist so angeordnet, dass im Gottesdienst der Priester zum Kirchenvolk blickt. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das Gemeinschaftshaus, deren Räumlichkeiten für Veranstaltungen genutzt werden können.

Weitere Kirchen in Erlangen sind die zwischen 1709 bis 1721 wieder erbaute Altstädter Pfarrkirche, auch Dreifaltigkeitskirche, die Neustädter Pfarrkirche (Universitätskirche), die Martinskirche, die St.-Markus-Kirche und die am Ohmplatz gelegene Matthäuskirche sowie weitere kleinerer Kapellen. Neben den Kirchen der beiden „großen“ Konfessionen gibt es noch weitere Glaubensgemeinschaften in Erlangen, zu denen unter anderem die Neuapostolische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sowie weitere Glaubensgemeinschaften zählen. Nicht zu vergessen ist, dass es in Erlangen auch eine russisch-orthodoxe Kirche gibt.

Bildquelle: Daniel Arnold / Wikipedia.de

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